Toni's Seiten über seine Krankheit, Morbus Hodgkin, Hodgkinsche Erkrankung, Erlebnisbericht, Meine Erfahrungen mit Morbus Hodgkin 

Tonis Seiten
Home Tagebuch Gästebuch Bilder Anmerkungen Links
Tagebuch Teil 1 Tagebuch Teil 2 Tagebuch Teil 3

Tagebuch Teil 2

15.11.2004 Endlich mal das tun, wozu man gerade Lust hat. Toni genießt die Zeit zu Hause. In die Schule geht er auch (aber nur halbtags). Der Speiseplan ist auch schon fertig. 17.11.2004 Zwischenkontrolle beim Arzt: alle Werte sind in Ordnung. Wenn es so bleibt, darf er am Wochenende sogar zu Omas Geburtstag. 20.11.2004 Bei Toni hat sich nichts geändert, also wird Omas Geburtstag gefeiert. Im Gebirge liegt schon Schnee, so daß man am Nachmittag sogar schon Rodeln kann. 23.11.2004 Die schöne Zeit ist schon wieder zu Ende. Toni ist wieder auf Station. Heute die üblichen Untersuchungen, morgen ist Chemotherapie Teil 4. Eine Neuigkeit gibt es noch: Die Haare wachsen wieder. 26.11.2004 Alles verläuft normal. Die Kinderstation feiert Geburtstag. Dafür wird eine Schulstunde genutzt, die Presse ist auch da. 27.11.2004 Toni hat ein verlängertes „freies” Wochenende und darf nach Hause. In der Zeitung war heute ein Foto von der gestrigen Geburtstagsfeier, Toni ist auch zu sehen. Er wird noch einmal ganz berühmt, letzte Woche war er mit Achim Menzel in einer Frauenzeitschrift. 01.12.2004 Seit gestern ist Toni wieder auf Station, die Therapie geht weiter. Heute war Gelegenheit zu einem Gespräch mit seiner Ärztin: Es ist doch ein 5. und 6. Chemoblock vorgesehen. Alle waren enttäuscht, aber was sein muß, muß sein. Bis jetzt hat er alles gut überstanden und auch vertragen, warum soll es nicht so bleiben.
Am Klinkeingang hatte die Elterninitiative für krebskranke Kinder einen Kuchenbasar aufgebaut. Toni sucht sich Kuchen und eine Schmalzstulle, zur Zeit seine Lieblingsspeise, aus.
03.12.2004 Toni darf für die nächste Zeit nach Hause. Sein Freund hat sich auch zum Besuch angemeldet. Beide haben sich viel zu ezählen. 07.12.2004 Zwischenkontrolle in der Klinik: Die Blutwerte haben sich gebessert, so daß er auf ein Medikament verzichten kann. Toni gibt wieder eine „Gastrolle” in der Schule (nur „halbtags”). Dank seinem Einzelunterricht in der Klinik hat er keinen Stoff verpaßt. 09.12.2004 Heute ein weiterer Höhepunkt: die „Elterninitiative für krebskranke Kinder e.V.” hat Toni zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Ein Jugendensemble der Stadt bietet ein Kulturprogramm. 13.12.2004 Nächste Zwischenkontrolle: es ist alles in Ordnung. So kann Toni auch diese Woche ein fast „normales” Leben führen (Tabletten muß er trotztdem einnehmen). In der Schule kommt er an Klassenarbeiten nicht vorbei, er schimpft, aber kann es nicht ändern. 13.12.2004 Nächste Zwischenkontrolle: es ist alles in Ordnung. So kann Toni auch diese Woche ein fast „normales” Leben führen (Tabletten muß er trotztdem einnehmen). In der Schule kommt er an Klassenarbeiten nicht vorbei, er schimpft, aber er kann es nicht ändern. 18.12.2004 Nun ist Tonis „freie” Zeit auch schon fast vorbei. An diesem Wochenende ist Trödelmarkt, den er endlich einmal wieder besuchen kann, denn in der letzten Zeit war er zu dieser Zeit immer auf Station. 21.12.2004 Seit gestern ist Toni wieder in der Klinik. Im Zimmer hat er alte Bekannte, die auch schon einige Zeit in Behandlung sind. Gestern waren noch die notwendigen Untersuchungen: Blut, Urin und MRT. Heute geht seine Chemo weiter. 23.12.2004 Es ist alles gut verlaufen und damit darf Toni nach Hause. 24.12.2004 Weihnachten zu Hause. Das hat Toni sich die ganze Zeit gewünscht. Der Weihnachtsmann war auch fleißig. 27.12.2004 Ein weiterer Wunsch von Toni ist heute erfüllt worden: es hat geschneit, etwas zu spät, aber noch in seinem Weihnachtsurlaub. 28.12.2004 Der Urlaub ist schon wieder zu Ende und die Chemo geht weiter. 30.12.2004 Für dieses Jahr hat es Toni geschafft und er darf nach Hause. Medikamente sind noch einzunehmen, aber zur Schule darf er auch. 31.12.2004 Tonis Freund hat sich zur Silvesterfeier angemeldet und so wird das neue Jahr gemeinsam begrüßt. 10.01.2005 Die Tage vergehen. Heute war schon die zweite Zwischenkontrolle. Tonis Blutwerte haben sich gebessert, so dass er die nächsten Tage keine Medikamente einnehmen braucht. Er macht vor Freude fast einen Luftsprung, denn das eine ist mehr als eklig. Seine „Leckerbissen” machen sich inzwischen auch bemerkbar, also ist hier etwas Vorsicht angesagt. Sport darf er noch keinen machen. 18.01.2005 Schon wieder ist eine Woche vorbei und Toni seit gestern in der Klinik. Der letzte Chemoblock ist dran. 21.01.2005 Halbzeit: in diesem Chemoblock und im Schuljahr.
Die Chemo hat er gut überstanden, also darf er nach Hause. Das Halbjahreszeugnis hat er heute auch erhalten. Durch den Einzelunterricht hat er sich sogar etwas verbessert.
23.01.2005 Pünktlich zum Beginn der Winterferien schneit es. Toni genießt den Flockenwirbel warm angezogen auf dem Balkon, allerdings soll diese weiße Pracht nur die Ferienwoche bleiben. 24.01.2005 Toni hat Geburtstag. Der wird aber heute nur mit der Familie gefeiert. Weil Ferien sind, sind viele seiner Freunde verreist, zum Nachfeiern ist das Jahr noch lang genug. Außerdem geht es morgen in der Klinik weiter. 27.01.2005 Die Infusionen sind geschafft, ab jetzt nur noch Tabletten. Die kann Toni auch zu Hause einnehmen. 29.01.2005 Toni hatte gestern seinen tolpatschigen Tag: er kippelt mit dem Stuhl und stellt seinen Fuß unter ein Stuhlbein. Das Resultat: Toni war es eine Lehre, aber sein Fuß hatte einen Bluterguß. Dieser mußte heute doch dem Arzt vorgestellt werden, war aber zum Glück nicht so schlimm, wie es aussah. Die nächsten Tage soll er nicht so viel laufen. 01.02.2005 Zwischenkontrolle in der Klinik. Blutwerte und sein allgemeiner Zustand sind alle im „grünen Bereich”. Dafür muß Toni an jeder Ecke ein „Schwätzchen” halten, alles Bekannte aus der langen Klinikzeit. 08.02.2005 Die nächste Kontrolle seiner Werte: gegenüber letzter Woche hat sich nichts geändert, aber sein Fuß hat sich gebessert. Dafür kommt der nächste Schock. Weil der letzte Chemoblock vorbei ist, muß der Genesungsfortschritt festgestellt werden. Das geht am besten stationär. Toni schluckt, aber er trägt es mit Fassung(kann ja nicht so lange dauern). 10.02.2005 Heute und morgen die nötigen Untersuchungen: Blut, Ultraschall, Lungen- und Herzfunktion und MRT. Die Befunde sind noch nicht alle da, er darf nach Hause und für ihn ganz wichtig, nach dem Wochenende sind KEINE Medikamente einzunehmen. 16.02.2005 Die Befunde sind da, eine Untersuchung fehlt aber noch: PET. Der Termin ist morgen. 17.02.2005 PET in Berlin. Am Ergebnis hat sich gegenüber dem letzten Mal nichts geändert: keine aktiven Zellen. Dafür fällt das Picknick nicht so üppig aus. Es liegt Schnee und macht daher keinen Spaß. 23.02.2005 Diese Woche keine Untersuchungen, nur ein Anruf in der Klinik: der Plan für die Strahlentherapie ist soweit. Damit geht es ab Montag los. Bis dahin wird das Wochenende noch genossen. 28.02.2005 Eigentlich sollte es heute schon mit der Strahlentherapie losgehen, aber es fehlen noch die wichtigsten Angaben: 10 oder 15 Bestrahlungen (2 oder 3 Wochen Behandlungszeit). Da diese aus Leipzig kommen (wird dort ausgerechnet), ist alles um eine Woche verschoben. Dafür sind das notwendige Gespäch über den Ablauf der Therapie, Untersuchungen ( CT, Vermessen) und das Anfertigen einer Maske ( sieht aus, wie beim Fechten) heute dran. Die Maske wird benötigt, damit die zu bestrahlende Region nicht auf die Haut im Gesicht gezeichnet werden braucht (darf dann nicht abgewaschen werden). Es ist Grippezeit. Aus diesem Grund darf Toni diese Woche nicht in die Schule gehen. 07.03.2005 2. Versuch mit der Strahlentherapie. Die Werte aus Leipzig sind zwar da, aber es muß noch gerechnet werden, also geht erst morgen los. Dafür gab es eine weniger erfreuliche Nachricht: Bei der letzten PET wurde doch noch eine aktive Stelle gefunden (Diese Aussage kann bei der Fülle der Daten kurz nach der Untersuchung nicht zu 100% gegeben werden). Es besteht aber Hoffnung, dass dieser eine Herd mit der Strahlentherapie beseitigt wird. 08.03.2005 Heute ist nur Simulation. Alles wird auf der Maske angezeichnet, auf dem Brustbein erhält er ein Tatoo (nur einen kleinen Punkt, der kann wenigstens nicht abgewaschen werden). 09.03.2005 Heute geht es endlich los, ist aber nicht so schlimm. Nach der Bestrahlung sind 2 Std. Ruhe einzuhalten, in denen Toni nicht aus dem Zimmer darf. Zum Glück für ihn fallen diese in die allgemeine Mittagsruhe. Besuchszeit ist ja erst anschließend. 12.03.2005 Es ist Wochenende und da sind keine Bestrahlungen angesetzt. Also darf Toni nach Hause. Am Montag geht es dafür gleich weiter. Zur Zeit sind 12 Bestrahlungen vorgesehen. 16.03.2005 Halbzeit bei den Bestrahlungen, bis jetzt ist gut verlaufen und auch gut vertragen. Die Behandlung ist noch nicht abgeschlossen, trotzdem wurde heute schon über eine abschließende Kur gesprochen und der entsprechende Antrag ausgefüllt. 21.03.2005 Toni war am Wochenende wieder zu Hause und hat es genossen. Es gab wie immer Wunschessen und so konnte er seine leichten Schluckbeschwerden etwas vergessen. Diese sind aber heute schlimmer geworden. Ein Eis hat dafür etwas von innen gekühlt. Bisher ist Toni ja von Nebenwirkungen verschont geblieben, außer Haarausfall und einer leicht krächzenden Stimme („Frosch verschluckt”) hatte er nichts. 25.03.2005 Es ist geschafft, die Strahlentherapie ist auch zu Ende. Im Gegensatz zu allen Chemos hat diese Toni mächtig mitgenommen. Seine Schluckbeschwerden sind auch schlimmer geworden, sogar sein Eis hat ihm gestern nicht richtig geschmeckt. Er darf trotzdem nach Hause, es ist Ostern, muß aber jede Menge Medikamente einnehmen.      (Weiter geht es im 3. Teil, weil der Text schon wieder recht lang ist.)

 

nach oben

 


Valid XHTML 1.1      Valid CSS!